Hat der Buddhismus Regeln? Ein Einblick in den Buddhismus

Hat der Buddhismus Regeln? Ein Einblick in den Buddhismus

Buddhismus hat auf die westliche Welt schon seit jeher eine ungeheure Faszination ausgeübt.
Auch die Frage: „Hat der Buddhismus Regeln„?
Haben sich schon viele menschen aus dem Westen gestellt.

Das fremdartige, exotische Gefühl dieser fernen Lebensart ist der unseren so fremd, dass viele Menschen in Europa und insbesondere Deutschland sich dieser Religion widmen möchten.

Mehr als 500 Millionen Anhänger hat der Buddhismus weltweit und stammt ursprünglich aus Südostasien.
Diese enorme Anzahl an Gläubigen macht den Buddhismus zur viertgrößten Religion der Erde.

Und wie jede Religion, so folgt auch der Buddhismus gewissen Regeln. Diese sollen das Zusammenleben untereinander und miteinander vereinfachen und das Wohlbefinden eines jeden einzelnen Menschen steigern.

Hier in diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Regeln des Buddhismus vor, worum es sich bei den Silas handelt, was Ordensregeln sind und worin sich die Laienpraxis von den Klösterlichen Lebensweisen unterscheidet.

Wer folgt welchen Buddhismus Regeln?

Der Buddhismus glaubt, dass alle lebenden Wesen in einem Zyklus aus Leid gefangen sind, der sich nur durch bestimmte Erkenntnisse durchbrechen lässt.
Dazu gehört auch die Kultivierung der Tugenden.

Der Buddhismus glaubt, dass Tugend die Basis der Praxis ist und eine der tragenden Rollen im Ausüben der Silas einnehmen sollte.

Und hier kommen die 5 Silas ins Spiel, denn diese bezeichnen die grundsätzlichen Regeln zur Entwicklung von Sittlichkeit, das nennt man auch Pancasila.

Sie sind eine Zusammenfassung des sogenannten „edlen achtfachen Pfades“ und sollten im täglichen Leben stets bedacht werden.

Wer sich an die 5 Silas hält, der soll ein besseres, bewussteres und einsichtigeres Leben führen und so Verletzungen vorbeugen und Harmonie erschaffen.

Wer sich an die 5 Silas halten möchte, der muss Zuflucht in Buddha, Dhamma und Sangha finden und sich von einer eingeweihten Person, etwa eines Bhikkhu, oder einer eingewiesenen und selbst bereits tugendhaften Person erbeten lassen.

Wer sich dem Buddhismus nur als Laie annähern möchte, der sollte sich zumindest diesen 5 grundlegenden Buddhismus Regeln unterwerfen, während Menschen, die sich neben einem tugendhaft geführten Leben noch intensiver dem Buddhismus und der Meditation widmen, auch 8 Silas befolgen können.

Als Novizen werden Menschen bezeichnet, die außerhalb eines Klosters sehr streng den Verhaltensregeln folgen. Man kann diese auch als Samana bezeichnen.

Neben einem reinen, tugendhaften Verhalten halten sich echte buddhistische Mönche und Nonnen an bis zu 311 weitere Regeln, um unter anderem die Umgangsformen und das Ansehen ihres klösterlichen Tempels zu wahren.

Wie lauten die verschiedenen Silas?

Wie bereits erwähnt, folgen Buddhisten verschiedenen Silas.
Je nachdem, wie streng man sich der Religion verschreibt hat und in welchem Grad man sich darin befindet, hält man sich entweder an 5, 8 oder sogar 10 unterschiedliche Silas.

Diese Regeln können in etwa mit den christlichen 10 Geboten verglichen werden, jedoch finden sich einige Unterschiede. Was die Silas ausmacht, zeigen wir hier auf.

Wer sich den 5 Silas verschreibt, der nimmt diese zunächst einmal formal an. Diese Annahme der Pancasila erfolgt durch verbale oder geistige Wiederholung der einzelnen Regeln, ähnlich einem Mantra. Die 5 Silas lauten:

  • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens Leben zu nehmen an.
  • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens vom Stehlen (nehmen was nicht gegeben ist) an.
  • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von sexuellem Fehlverhalten an.
  • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens vom Lügen (Unwahrheit Sprechen) an.
  • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von der Annahme berauschender Mittel, die zur Gewissenlosigkeit führen, an.

Jede Person kann sich dieser Regeln annehmen und sie im alltäglichen Leben anwenden. Somit kann man ein harmonisches Leben führen und Tugenden erhalten, unabhängig von Alter oder Kulturkreis.

Zwar ist die exakte Einhaltung der Verhaltensregeln von der Einstellung eines jeden Einzelnen abhängig, aber sie sind einfach gehalten und haben trotzdem den Anspruch, das Leben zu verbessern. An die 5 Silas können sich Laien halten, die sich dem Buddhismus gerne annähern möchten.

Die 8 Tugendregeln hingegen, auch atthangasila genannt, werden von Laienanhängern an den im Buddhismus vorgeschriebenen Fastentagen eingehalten. Die Gemeinschaft versammelt sich dann in den Klöstern und erbittet Zuflucht und die Erneuerung der Silas.

Aber auch Menschen, die sehr meditativ sind und streng tugendhaft leben, halten sich dauerhaft an diese erweiterten Verhaltensregeln. Die 8 Silas ergänzen nämlich die 5 um noch 3 weitere:

  • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von Essen zu verbotener Zeit an.
  • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens von Tanzen, Singen, Musik, Unterhaltungsveranstaltung zu besuchen, tragen von Schmuck, Gebrauch von Duftstoffen, und Verschönerung des Körpers mit Kosmetik, an.
  • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens vom liegen auf hohen und üppigen Liegen an.

Die nochmals um zwei Regeln erweiterten 10 Silas werden nur von Novizen, auch Samaneras genannt, eingehalten. Man bezeichnet diese auch als dasasila und unterscheiden sich dadurch, dass hier die 7. Regel in zwei Regeln aufgeteilt wird. Deswegen kommt nur eine neue Buddhismus Regel hinzu, diese besagt:

  • Ich nehme mich der Übungsregel des Abstehens Gold und Zahlungsmittel anzunehmen an.

Welchen Regeln folgen buddhistische Orden?

Buddhistische Mönche und Nonnen folgen wiederum speziellen Regeln, diese nennt man Pratimoksha. Sie bestimmen das Leben in Klöstern und sind ein Teil des sogenannten ersten Lehrkorbes von Buddha.

Dabei unterscheidet man heute zwischen drei intakten Ordenslinien, die in verschiedenen Ländern eingehalten werden: die Theravada Linie, die Tibetische Linie und die Chinesische Linie. Alle drei Linien gehen auf die Lehren Buddhas zurück, der seine Schüler in die Welt sandte, um diese zu verbreiten, so glauben die Buddhisten.

Die Theravada Linie, auch Pali Linie genannt, umfasst das Sammeln von Almosen, das Schonen von Lebewesen, Regeln in Bezug auf die klösterlichen Unterkünfte, sowie den Umgang mit Anderen und den Umgang mit Frauen.
In der Pratimoksha finden sich wiederum zwei verschiedene Linien, welche unter anderem als Leitfaden für den indo-tibetischen Buddhismus gelten.

Dabei gibt es acht unterschiedliche Ordinationen, für jeden Menschen findet sich hier eine Ordination.

Für Laien besonders gibt es die 8 Gelübde für einen Tag, wer diese einen Tag lang durchführt, der ist ein ehrenwürdiger Laienpraktizierender.

Für Novizen gibt es auch hier 36 gesonderte Buddhismus Regeln, die ihren Kern in vier Wurzeln finden: nicht stehlen, nicht töten, nicht lügen und kein Geschlechtsverkehr.

Ein Fazit über die Regeln des Buddhismus

Der Buddhismus ist eine faszinierende Religion, die in ihren Grundsätzen eine Verbesserung der Lebensqualität bringen soll.

Dafür gibt es hilfreiche Richtlinien, an die sich auch Laien ohne Probleme halten können, um zumindest einen Einblick in diese interessante Religion zu erhalten.

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